Saas-Fee braucht ein klares Bekenntnis zu einem kulturwürdigen, attraktiven Nachtleben für unseren internationalen Ski- und Ferienort! Gemeinderat und Einheimische verkennen die Wichtigkeit eines attraktiven Nachtlebens und vielfältigen Kulturangebots und nehmen in Kauf, dass in Saas-Fee Arbeitsplätze und Steuereinnahmen verloren gehen und Gäste sowie Jugendliche zunehmend in andere Destinationen ausweichen. Der Ort Saas-Fee verdient ein würdiges Nachtleben, Behörden und Bewohner sollen ein dementsprechendes Bekenntnis abgeben!
Wir fordern deshalb
- Ein klares Lärmzonenkonzept
- Sinnvolle Lärmgrenzwerte – sicher keine Reduktion
- Umfassendere Gewichtung der Interessen – Verfahrensablauf beschleunigen
- Nightlife Betrieben sollen ihre Kultur selber bestimmen können
- Sensibilisierung der Nachtschwärmer
1. Ein klares Lärmzonenkonzept
Sowohl die Bewohner (Recht auf Nachtruhe) als auch die Kulturschaffenden (Recht auf Ausübung ihres Gewerbes) haben Rechte, welche es zu schützen gilt. Damit ein gemeinsames Nebeneinander möglich ist, muss klar sein, in welchen Zonen der Gemeinde Saas-Fee die Interessen der Kulturschaffenden höher gewichtet werden, als das Recht auf Nachtruhe. In diesen klar definierten Zonen sollte es ausgeschlossen sein, dass Einsprachen einzelner Bürger und Partialinteressen die Existenz eines Betriebes immer wieder von neuem bedrohen. Auch Kulturbetriebe brauchen Rechtssicherheit, um nicht dauernd um ihre wirtschaftliche Existenz bangen zu müssen!
2. Sinnvolle Lärmgrenzwerte – sicher keine Reduktion
Lärmgrenzwerte sollen den Schutz von Angestellten und des Publikums gewährleisten und machen Sinn. Mit der Abstufung auf 93 dB bzw. 96 dB sind diese in der Schweiz aber schon sehr tief angesetzt (in Frankreich liegt der Wert bei 105 dB, die WHO schlägt 100 dB vor) und gesundheitliche Bedenken sind längst überholt. Die Lärmgrenzwerte dürfen keinesfalls weiter gesenkt werden, dies verunmöglicht die Durchführung von urbanen Veranstaltungen und bedroht die Betriebe in ihrer Existenz! Weisungen, welche tiefere Grenzwerte vorschreiben, sind deshalb keine Kompromisslösungen, sondern verhelfen ausschliesslich den Interessen einzelner Personen zum Durchbruch.
3. Umfassendere Gewichtung der Interessen – Verfahrensablauf beschleunigen
Die Existenz von Kulturbetrieben darf nicht von der einseitigen Auslegung von Verordnungen durch die Behörde im Interesse stillesuchender Privatpersonen bedroht sein. Die Behörde vertritt einseitig die Anliegen von Personen, die sich akustisch gestört fühlen. Um nur schwer nachvollziehbare Auslegungen von Verordnungen zu verhindern, sind die Messverfahren der Behörde zu professionalisieren.
4. Nightlife Betriebe sollen ihre Kultur selber bestimmen können
Wir fordern, dass die Nightlife Betriebe zusammen mit ihrem Publikum ihre Kultur selber bestimmen und regeln können, um mittelfristig die Ausstrahlung einer Wintersport Metropole und nicht einer Vorortsgemeinde zu erlangen.
5. Sensibilisierung der Nachtschwärmer
Wir distanzieren uns klar von Nachtschwärmern, welche im öffentlichen Raum urinieren, pöbeln oder herumlärmen. Wir appellieren an diese Nachtschwärmer, ihr Verhalten zu überdenken und zu ändern. Sie sollen auch weiterhin Kultur, Konzerte und Partys geniessen können, sich aber entsprechend verhalten. Teil des Problems ist aber auch das fehlende Angebot für junge Erwachsene im Alter zwischen 16 und 18 Jahren. Wir appellieren an die Gemeinde Saas-Fee, das Angebot auch für diese Alterskategorie zu überdenken und anzupassen.
Wir alle wollen ein Nachtleben in Saas-Fee, das rockt. Unterschreibe jetzt!